Unsere Chronik
Ab 1961 – Der Grundstein wird gelegt
Herbert und Irene Pawis kauften eine kleine Weinbergshütte in den Freyburger Ehraubergen, die ihr neues zu Hause werden sollte. Die Hütte befand sich inmitten einer Terrasse des Freyburger Edelackers. Die jungen Eheleute legten dort einen Weinberg an, die Trauben wurden in der Freyburger Winzergenossenschaft abgegeben. Der Ursprung des heutigen Weinguts war gesät.
80er Jahre – Der erste eigene Wein
Bernard Pawis schloss seine Ausbildung zum Winzer ab, gefolgt von einem Gartenbaustudium in Erfurt, bei dem sich Kerstin und Bernard kennenlernten.
Die dabei erworbenen Kenntnisse wurden natürlich direkt in der Praxis genutzt – ein Teil der Ernte des kleinen Weinbergs wurde einbehalten, um daraus die ersten eigenen Weine zu keltern. Zu DDR-Zeiten war das eine wahre Rarität, sodass sich die weinseligen Runden unter Freunden und Verwandten großer Beliebtheit erfreuten.
90er Jahre – Der Weg vom Hobby zum Haupterwerb
Nach der Wiedervereinigung wagten Herbert und Irene den Schritt in die Selbstständigkeit und gründeten 1991 das Weingut. Von einem halben Hektar Rebfläche wurden etwa 2500 Flaschen Wein produziert. Als besondere Spezialität galt damals der Grauburgunder, Lieblingswein von Herbert Pawis. Ein Großteil der Weine wurde direkt im Weinberg getrunken, im parallel gegründeten Weinausschank Pawis.
1997 erfolgte der Ausbau des Weinausschanks. Parallel dazu konnte die Rebfläche auf 2 ha erweitert werden.
1999 wurde in der Lauchaer Straße in Freyburg eine neue, moderne Kellerei errichtet. Es wurden Rebflächen, u.a. in den Freyburger Terrassen, hinzugepachtet und der Rebsortenfokus verlagerte sich stärker zum Riesling.
Der neue Standort verfügte über zahlreiche Neuerungen – eine pneumatische Presse, gekühlte Edelstahltanks, Barriquefässer aus Eichenholz. Die Weinqualität konnte nochmals gesteigert werden.
Bernard und Kerstin Pawis waren von nun an voll und ganz für die Geschicke des Weinguts zuständig. Der Weinausschank in den Ehraubergen wurde, nach dem frühen Tod von Irene, von Herbert Pawis fortgeführt.
2000er Jahre – Überregionale Anerkennung der Weine und Vergrößerung
2001 konnte mit den Rieslingen des 2000er Jahrgangs das Finale des renommierten Riesling Erzeuger Preis erreicht werden – ein Meilenstein als erstes Weingut der neuen Bundesländer. Auf Grundlage der Entwicklung des Betriebs und der Qualitäten der Weine erfolgte ebenfalls im Jahr 2001 die Aufnahme in den Verband deutscher Prädikatsweingüter VDP, der als prestigeträchtigster Weinerzeugerverband Deutschlands gilt.
2001 wurde auch eine Rebfläche mit alten Weißburgunderreben im Freyburger Schweigenberg übernommen sowie eine Parzelle mit Grauburgunder aufgerebt. Außerdem wurde eine Rebfläche in den Freyburger Prömmern übernommen.
2003 konnte nochmals das Finale des Riesling Erzeugerpreises erreicht werden.
2003 wurde zudem eine Rebfläche oberhalb des Schweigenbergs aufgerebt.
Bis 2005 konnte die Rebfläche v.a. stetig erhöht werden, da die Nachfrage bundesweit stark zunahm. Der Standort in der Lauchaer Straße kam mit nunmehr 12ha an seine Kapazitätsgrenzen, sodass ein neuer Standort für das Weingut gesucht wurde. Die Wahl fiel auf ein aufgelassenes Rittergut im Ortsteil Zscheiplitz. Parallel dazu wurde das Lagenportfolie um eine Rebfläche im Zscheiplitzer Himmelreich bereichert.
2007 erfolgte der Umzug nach Zscheiplitz mit dem gesamten Betrieb. Das Weingutsgebäude wurde umfassend saniert, eine neue Kellerei mit zwei Etagen gebaut.
2009 erfolgte der Kauf eines zweiten Gebäudes auf dem Gutshof, das heutige Brunnenhaus.
Seit den 2010er Jahren – Entwicklung des Standortes in Zscheiplitz
Der Gutshof in Zscheiplitz bietet neben der modernen Kellerei auch hervorragende Bedingungen für unsere Straußwirtschaft und Veranstaltungen. Dazu zählten und zählen Kunstausstellungen, Menüabende, Weinproben, Konzerte u.v.m.
2010 Aufführung der Oper Nabucco auf dem Gutshof
2012 Erste Ausgabe unseres Veranstaltungshighlights „Weiße Nacht“
2014 erfolgte nach aufwändigen Sanierungsarbeiten durch Dr. Jörg Gabert die Bewirtschaftung von 1,3 ha Terrassen im Freyburger Schweigenberg, teilweise bestockt mit alten Rieslingreben.
2015 Eröffnung der unteren Etage des „Brunnenhaus“ als Veranstaltungsort für u.a. Kulturveranstaltungen und Hochzeiten
2017 wurde eine Steillage am Nüssenberg im Ortsteil Weischütz übernommen.
2019 Eröffnung der Appartements im Brunnenhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 15 Personen. Außerdem wurde der Lagenbesitz im Mühlberg erweitert.
2023 Söhne Christian und Marcus steigen Vollzeit im Betrieb ein. Christian nach abgeschlossenem Weinbaustudium in Geisenheim, Marcus als studierter Veranstaltungstechniker.
2024 Aufwändige Sanierungsarbeiten in den Terrassen des Schweigenbergs mit Unterstützung von Dieter Hanisch und Fritz Jakob, Erweiterung des Lagenportfolios im Schweigenberg und Mühlberg
2025 Nachhaltigkeitszertifizierung durch FairChoice
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